Die Stärkung des Nervensystems durch Yoga-Asanas

Bewusst gehaltene Yoga-Asanas fördern die Wahrnehmungsfähigkeit und wirken ordnend auf das Nervensystem. Besonders Matsyasana (der Fisch) kann durch die Aktivierung der Brust- und Schlüsselbeinregion die sensiblen Nerven anregen und die Konzentrationsfähigkeit unterstützen.

Von Heinz Grill

Die Wirkung bewusst gehaltener Asanas auf die sensiblen Nerven

Eine Yoga-Asana, wenn sie in der Ruhephase bewusst und mit der Präsenz eines inhaltlichen Gedankens gehalten wird, stärkt außerordentlich intensiv das Nervensystem. Es sind die sensiblen Nerven, die in eine erhöhte Wahrnehmungsbereitschaft gerufen werden. Das ruhige Halten der Stellung in der Endphase bewirkt eine Ordnung der Wahrnehmung und Gedankenbildung mit einer Beobachtung der Empfindungen, die im Verhältnis zu dem eingesetzten Willen stehen. Die Ausführungen von Asana mit den Haltephasen bewirken einen sehr günstigen Reinigungsprozess, der ganz besonders die sensiblen Nerven von feinsten Schlackenbildungen befreit. Die Nerven müssen frei und ungestört, unabhängig von Belastungen, Irritationen und umherwandernden Toxinwirkungen, die sich im Körper ausbreiten, ihre Arbeit leisten können. Die Asana bewirkt durch Ordnung und Reinigung diese hervorragende Tätigkeit.

Eine gute, bewusste Selbstaktivität ist für diese Reinigungs- und Ordnungstätigkeit wichtig. Der Fisch (Matsyasana) ist eine Übung, die bereits in einem Artikel mit vielen Variationen vorgestellt wurde, der eine ganz besonders reinigende Wirkung auf die obere Brust- und Schlüsselbeinregion erzielt und die sensiblen Nerven in diesen Zonen mehr zum Eingreifen bringt. Die Übung sollte in der jeweils gewählten Ausführung in der Endphase bis zu einer halben Minute gehalten werden.

Die tägliche Praxis des Fisches ist deshalb sehr empfehlenswert.

Eine ausführliche Beschreibung der Ausführung, Wirkungen und spirituellen Bedeutung von Matsyasana finden Sie im Beitrag: Matsyasana (Fisch) – Wirkung, Ausführung und spirituelle Bedeutung.

Matsyasana im Lotus mit zurückgelegtem Kopf und geöffneter Brustregion
Matsyasana (Fisch) im Lotus mit intensiver Öffnung der Brust- und Schlüsselbeinregion.
Matsyasana mit gestreckten Beinen in der Endhaltung
Matsyasana mit gestreckten Beinen als klassische Ausführung der Übung.

Häufig gestellte Fragen

Was bewirkt Matsyasana für das Nervensystem?

Matsyasana aktiviert nach geisteswissenschaftlicher Betrachtung die Wahrnehmungsfähigkeit und unterstützt die Ordnung der sensiblen Nerven.

Wie lange sollte Matsyasana gehalten werden?

Die Stellung kann in der Endphase etwa bis zu einer halben Minute gehalten werden.

Warum ist die Haltephase einer Asana wichtig?

Die ruhige Haltephase fördert die Beobachtung von Empfindungen und unterstützt die Verbindung von Wahrnehmung, Denken und Willen.

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