Schwarze Magie – ihre Wirkungsweise im menschlichen Miteinander

Schwarze Magie bezeichnet in diesem Beitrag nicht in erster Linie ein okkultes Ritual, sondern ein destruktives Kräftewirken, das vom Menschen ausgeht. Sie entsteht, wenn die Wahrnehmung zurückgenommen, die Würde des Gegenübers missachtet und religiöse oder moralische Inhalte durch Lüge, Suggestion und begriffliche Umkehrung eigennützig genutzt werden. Weiße Magie zeigt sich dagegen in Aufrichtigkeit, bewusster Aufmerksamkeit und einer Beziehung, die den anderen stärkt.1) Die einleitende Kurzfassung am Anfang sowie die Fragen und Antworten am Ende des Artikels wurden für die Onlineausgabe redaktionell hinzugefügt. Der Haupttext stammt von Heinz Grill.

Magie als menschliches Kräftewirken

Unter dem sehr allgemeinen Begriff Magie lässt sich ein Kräftewirken mit mysteriösem Charakter, das grundsätzlich vom Menschen ausgeht und nicht von Pflanzen, Tieren oder gar Maschinen, definieren. Im menschlichen Miteinander begegnen sich höhere und niedrigere Ebenen des Charakters, empathisch konstruktive Verhältnisse mit Konsum und Nutzbarkeitsimpulsen, und verwickeln sich meist in einem undurchsichtigen energetischen Spiel. Magie findet immer in den verschiedensten Ebenen der energetischen Abläufe des menschlichen Daseins statt. In diesem Sinne gab es eine erste Wahrnehmung des Physikers Heisenberg, der gegenüber Einstein die Meinung vertrat, dass eine Wissenschaftsthese erst nach der getätigten menschlichen Beobachtung verifizierbar ist. Hatte nicht bereits Heisenberg die Wahrnehmung, dass es Einflüsse gibt, die nicht nur von der Materie aus bestimmbar sind?2) Albert Einstein ging davon aus, dass die Wirklichkeit unabhängig von der Beobachtung eindeutig bestimmt sein muss, während Werner Heisenberg zusammen mit Niels Bohr die Theorie vertrat, dass auf der Ebene der Quantenphysik die Wirklichkeit erst nach der Beobachtung bestimmbar ist. Davor befindet sie sich nur im Bereich der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Diese sogenannte Unschärferelation hat sich bis heute weitgehend durchgesetzt. Sie beschreibt aber ein grundsätzliches Phänomen der sogenannten Quantenphysik und nicht den Einfluss des Menschen auf die Natur. Der vorliegende Artikel geht darüber hinaus und meint vor allem die physikalisch nicht messbare Wirkung, die vom Menschen durch sein Denken, Fühlen und Wollen ausgeht. Die Menschen wirken mit ihren bewussten und unbewussten Anteilen auf ihre Mitmenschen, aber nicht nur auf diese, sondern auf die verschiedensten Abläufe, Experimente und Ereignisse des Daseins. Die Magie, so zauberhaft das Wort klingen mag, ist eine unweigerliche Erscheinung des Menschseins.

Schwarze Magie ist nicht auf okkulte Rituale beschränkt

Grundsätzlich denkt man bei dem Begriff Schwarzmagie an bestimmte religiöse Kultbewegungen oder außerhalb der offiziellen Religionen stehende Gruppierungen, die das sogenannte Böse im Sinne eines Satankultes anbeten, sogenannte schwarze Messen feiern, im Gebet andere verwünschen oder allgemein Schaden erzeugen wollen. Diese Gruppierungen, wenn auch nicht sehr weit verbreitet, gibt es in den verschiedensten Nationen. Sie sind jedoch für die wesentliche und wirksame Ausstrahlung von schwarzer Magie von völlig und tatsächlich absolut unwichtiger Bedeutung. Die Bewegungen sind eher primitiv, mit keinen guten Intelligenzgrundlagen ausgestattet, und können niemals eine Katastrophe willentlich herbeisteuern. Es fehlt ihnen das rechte Werkzeug, mit dem sie astrale Kräftespiele, das heißt sogenannte Wesenheiten unerlöster Art, in eine bestimmte Richtung dirigieren könnten.

Welche Kräfte setzen Rituale und Kulthandlungen frei?

Mit den üblichen naturwissenschaftlichen Methoden lassen sich die Wirkungen magischer Rituale, und hierzu zählen die Eucharistiefeier, die Mantraeinweihung, eine Kulthandlung mit dem Feuer, sogar ein Gebetskreis, mit den Wirkungen, die sie freisetzen, nicht erklären. Welche ätherischen Kräfte können durch rituelle Zeremonien oder Anbetung in die Entwicklung geführt werden? Oder man kann die Aufmerksamkeit auf eine andere Richtung lenken: Welche astralen, unbedachten sogenannten Wesenheiten, Kräfte in einer nicht sichtbaren, aber vielleicht doch ahnbaren Wirklichkeit können entwickelt werden, damit ein bestimmtes zauberhaftes Spiel von Energien eintritt? Während die Leistung eines Motors, der rational konstruiert ist, sehr leicht messbar ist, kann im Gegensatz dazu die Art der Energie oder die Art von Magie, schwarze oder weiße, die Menschen durch ihr Handeln und bestimmtes moralisches Tun freisetzen, nicht sofort rational erfasst werden.

Ein Schmetterling sitzt auf der leuchtend orangefarbenen Blüte einer Feuerlilie (Lilium bulbiferum) im Sonnenlicht.
Die Feuerlilie (Lilium bulbiferum)
Obwohl die Natur zauberhafte Erscheinungsformen hervorbringt, kann sie niemals magisch wirken. Das Licht spielt an der Materie und erweckt die Farbe zu ihrem Glanz.
Die Anbetung in Satanskulten und ähnlichen Zeremonien setzt keine Wirkungen effektiver Art zur Unterstützung des sogenannten Bösen frei. Die Personen, die anbeten, kennen weder den sogenannten Satan in Luzifer noch andere Wesenheiten. Sie können zwischen guten und negativen Kräftewirkungen nicht unterscheiden.
Zeichnung: Andrea Parteymüller
Es gibt viele Menschen, die ein Gebilde wie eine halbe Brücke erschaffen und dieses aber als ganze Brücke tarnen. Der andere, der diese Brücke betritt, fällt in den Abgrund.
Zeichnung: Yva Ev

Geistige Forschung und das Kräftespiel im Astralleib

Ein Studium der verschiedenen Ebenen, sowohl derjenigen, die der rationalen Vernunft und Wissenschaftlichkeit unterliegt, als auch derjenigen, die der geistigen Forschung entspricht, das heißt der seelischen und sogar nachtodlichen Wirklichkeit, kann jedoch sehr genaue Aufschlüsse darüber geben, wie ein Kräftespiel im sogenannten Astralleib, in dem Leib, der dem Bewussten und dem Unbewussten entspricht, mit Wirkungen verschiedenster Art entsteht. Eine Magie lässt sich deshalb durch das geschulte Bewusstsein entschlüsseln und in ihren Konsequenzen sehr präzise darlegen.

Weiße und schwarze Magie im Gegensatz

Die sogenannte weiße Magie, was nach allem Anschein die lautere Arbeit des moralisch hochgestellten und verantwortungsvollen Menschen ist, führt zur lichten Erweiterung, erbauenden Bereicherung und gesundheitsfördernden Leistung innerhalb der Menschheit.

Nicht eine Sache wirkt magisch, um die klare Abgrenzung noch einmal zu leisten, wie beispielsweise eine Maschine, sondern es ist der Mensch, der grundsätzlich durch den Zusammenhang seiner Seele mit bestimmten astralen Wirkungsverhältnissen eine bestimmte Art der Magie, eine lichte oder schwarze, freisetzen kann.

Die menschliche Seele und die Wirkung der Vorfahren

In der inneren Welt des Menschseins finden sich in der Regel viele Anteile aus untergründigen und tiefen Schichten des menschlichen Charakters. Die einzelne menschliche Seele steht immer mit ihren Ahnen in einer Verbindung und sie kann gar nicht ihr Gefühlsleben in vollständiger Freiheit von den Vorfahren entwickeln. Um die Magie zu erklären, wie sie positiv oder negativ mit ihren Energien wirken kann, darf deshalb der Mensch nicht allein nach jenen Kriterien, die rein seine äußere sichtbare Natur darstellen, bewertet werden. In der menschlichen Seele befinden sich die verschiedensten Empfindungen aus dem nachtodlichen Reich. Obwohl Freunde, Väter und Großväter verstorben sind und ihren Leib an die Erde abgegeben haben, so wirken dennoch ihre Gefühle und Wünsche in den Seelen der Hinterbliebenen weiter.3) Im hier verwendeten Sinne könnte man das, was man allgemein als Ahnung bezeichnet, ebenfalls zu den Gefühlen hinzurechnen, die sich von den Ahnen in das Bewusstsein der Nachfahren spiegeln. Je nachdem, welches moralisch gestimmte Verhältnis der Einzelne in seinem Dasein entwickelt, wirkt er entweder mit großen Anteilen von weißer Magie und von einem lichten Bewusstsein auf seine Umgebung oder er kann, wenn er sich moralisch sehr weit durch Lüge und allerlei Schädigungen anderer in ein Schicksalsgewebe niedriger Art hineingelebt hat, mit dunklen Mächten und mit wachsender Schwarzmagie auf seine Mitmenschen wirken.

Wie schwarze Magie entsteht

Das Funktionieren von schwarzer Magie lässt sich präzise darstellen, denn sie unterliegt nicht nur dem Einfluss von bösen Kräften, sondern sie zeigt sich in ganz bestimmten und genau gewählten Handlungsweisen, die einzelne Menschen erlernen und sodann energetisch ausbeutend auf ihre Mitmenschen wirken. Schwarze Magie ist deshalb kein Zufallsprodukt und es braucht in keineswegs eine Zugehörigkeit zu nächtlichen Ritualen.

Dieses Schreiben kann deshalb in weiterer Folge wie eine Anleitung zur schwarzen Magie erscheinen. Indem aber jemand dieses Schreiben studiert, wird er ein Bewusstsein über sich selbst erlangen und deshalb gerade mit dem bewussten Erlernen von Schwarzmagie sein magisches Potential „verscherzen“ und bald unfähig werden, andere Menschen zu schädigen.

Die Funktionsweise der Schwarzmagie wird im nächsten Artikel dargestellt.


Der Artikel beleuchtet folgende Fragen:

Was versteht der Artikel unter Magie?

Magie bezeichnet hier ein vom Menschen ausgehendes Kräftewirken, das sich in Beziehungen, Handlungen und moralischen Entscheidungen zeigt. Der Begriff ist damit weiter gefasst als die übliche Vorstellung von Zauberei oder Ritualmagie.

Was unterscheidet weiße von schwarzer Magie?

Weiße Magie richtet sich auf Wahrhaftigkeit, Würdigung und die aufbauende Entwicklung des anderen Menschen. Schwarze Magie nutzt Kräfte, Begriffe oder Beziehungen eigennützig und wirkt durch Lüge, Suggestion, Umkehrung und die Missachtung der Würde.

Braucht schwarze Magie okkulte Rituale?

Nach der Darstellung des Artikels nicht. Ihre wirksameren Formen können sich im alltäglichen menschlichen Miteinander zeigen, beispielsweise in manipulativen Beziehungen, moralischen Umkehrungen oder suggestiver Sprache.

Heinz Grill demonstriert in einem hellen Seminarraum eine sitzende Yogaübung, während die Teilnehmer beobachten und mitüben.
Eine Übung, die an der Sache orientiert ist, kann niemals schwarzmagisch sein.
Häufig wird die Person von Sai Baba der Schwarzen Magie bezichtigt, da er Materialisationen vollzog. Er konnte aus dem Luftkreis Asche oder sogar Goldstücke materialisieren. Sein Blick zeigt die hohe Konzentrationsfähigkeit, seine Augen schauen wie durch die Materie hindurch. Schwarze Magie ist in diesem Bewusstseinsgrad, in dem Sai Baba stand, niemals möglich.
Zeichnung: Monika Wanivenhaus
Dieser Blick ist charakteristisch für Argwohn, Antipathie und Bedürfnis nach Abgrenzung. Er steht im Gegensatz zu der offenen Beziehungsaufnahme und, da der Blick eine gestörte Beziehungsebene zeigt, lässt er sehr leicht ein psychisch konfliktreiches Kräftewirken aufkommen.
Zeichnung: Andrea Partheymüller-Gerber

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Die einleitende Kurzfassung am Anfang sowie die Fragen und Antworten am Ende des Artikels wurden für die Onlineausgabe redaktionell hinzugefügt. Der Haupttext stammt von Heinz Grill.
2 Albert Einstein ging davon aus, dass die Wirklichkeit unabhängig von der Beobachtung eindeutig bestimmt sein muss, während Werner Heisenberg zusammen mit Niels Bohr die Theorie vertrat, dass auf der Ebene der Quantenphysik die Wirklichkeit erst nach der Beobachtung bestimmbar ist. Davor befindet sie sich nur im Bereich der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Diese sogenannte Unschärferelation hat sich bis heute weitgehend durchgesetzt. Sie beschreibt aber ein grundsätzliches Phänomen der sogenannten Quantenphysik und nicht den Einfluss des Menschen auf die Natur. Der vorliegende Artikel geht darüber hinaus und meint vor allem die physikalisch nicht messbare Wirkung, die vom Menschen durch sein Denken, Fühlen und Wollen ausgeht.
3 Im hier verwendeten Sinne könnte man das, was man allgemein als Ahnung bezeichnet, ebenfalls zu den Gefühlen hinzurechnen, die sich von den Ahnen in das Bewusstsein der Nachfahren spiegeln.

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