Einladung zur ASANA-FORTBILDUNG vom 3. bis 6. April 2026 in Norditalien
Iyengar, der wohl bekannteste Yogalehrer, glänzte in seinem Leben durch sein diszipliniertes Üben und Streben. Tapas, die Disziplin, die eine Art Feuerkraft des Willens darstellt, war für ihn ein Persönlichkeitsmerkmal.
Seit einigen Jahren ist Iyengar verstorben. Seine Seele aber hinterlässt außerordentlich gute Formbildekräfte. Die Disziplin, die er leistete, das Tapas seines Charakters, wandelte sich nach dem Tode in Formbildekräfte, das sind jene lichten Äthersubstanzen, die einen sonnenhaften Charakter tragen und für die Gesundheit und psychische Stabilisierung des menschlichen Daseins eine große Bedeutung haben.
Die Asanafortbildung soll durch den Begriff „Tapas“ thematisch begleitet sein.

Allgemein ist die Teilnahme empfehlenswert, denn sie führt nicht nur zur persönlichen Disziplinierung, sondern bewirkt darüber hinaus durch das Üben eine allgemeine Leistung, die der Weltschöpfung gesundheitlich zugutekommt.
Information und Anmeldung: s. Homepage der Yogaakademie
E-Mail: akademie-yoga-standposition@mail.de

Zeichnung: Anne Michèle Hambye
Es wird von Heinz Grill ausgesagt, dass Tapas ein Persönlichkeitsmerkmal von B.K.S. Iyengar war. Wie ist es Iyengar gelungen, dieses Ziel zu erreichen?
Ein Anhaltspunkt findet sich meines Erachtens in dem bekannten Werk „Licht auf Yoga“. Dort schreibt Iyengar, dass die gesamte Lehre der Charakterbildung als Ausübung von Tapas betrachtet werden kann.
Er gliedert Tapas, eine der fünf Niyamas, in die Bereiche Körper, Rede und Gedanken:
„Tapas ist von dreierlei Art. Es kann sich auf den Körper (kayika), auf die Rede (vachika) oder auf die Gedanken beziehen (manasika). Enthaltsamkeit (brahmacharya) und Gewaltlosigkeit (ahimsa) sind Tapas des Körpers. Tapas der Rede sind: der Gebrauch von Worten, die nicht beleidigen, das wiederholte Preisen des Ruhmes Gottes, die Wahrheit sprechen, ohne auf die Folgen für sich selbst zu achten, nicht schlecht über andere reden. Tapas des Denkens ist: eine geistige Haltung entwickeln, in der man ruhig und ausgeglichen in Freuden wie im Leid bleibt und die Selbstbeherrschung bewahrt. Tapas ist Arbeiten ohne selbstsüchtige Motive und nicht auf Belohnung wartend, mit dem unerschütterlichen Vertrauen, daß nicht einmal ein Grashalm sich ohne Seinen Willen bewegen kann.
Durch Tapas entwickelt der Yogi Stärke des Körpers, des Denkens und des Charakters. Er wird mutig, weise, redlich, ehrlich und einfachen Sinnes.“
„Ein Leben ohne Tapas gleicht einem Herzen ohne Liebe. Ohne Tapas kann der Mensch nicht zu Gott emporsteigen.“
Nach der geistigen Forschung von Heinz Grill hat Iyengar dieses Ziel erreicht und seine Seele strahlt nach dem Abscheiden Formbildekräfte aus.