Von Heinz Grill
Die Erscheinungsformen von Lügen, Ungerechtigkeiten, Sanktionen, diktatorischen Übergriffen von Polizei und Staatsgewalten und ganz besonders Benachteiligungen von unliebsamen Zeitgenossen wie auch Zeiteigenschaften werden in diesem kommenden Jahr dreist und wie selbstverständlich als Normalität gelten.
Das Gefühl, normal zu sein, gibt dem Menschen Sicherheit und eine relative Unbedachtheit. Ein nicht gerade geringer Anteil des Volkes, beispielsweise besonders in Deutschland, weniger in Italien, lehnt sich gegen die Lügen der Zeit auf. Äußere und innere Rebellionen, tatkräftige Wortgefechte und Protestaktionen gewinnen jedoch weniger an Bedeutung, und viele Menschen, die sich ungerecht behandelt fühlen und an der materialistischen Kultur Anstoß nehmen, überlegen mit großem Eifer, wie sie der Ungerechtigkeit begegnen können. Es wird für all jene, die rebellisch gestimmt sind, im kommenden Jahr eine Art Kreisbewegung geben, die sich selbst bis hinein in Depressionen zermürbt, da die Insuffizienz einer tatsächlichen Rebellion gegen den Kulturuntergang ebenfalls keine Früchte trägt. Gegen das Ungerechte und Böse darf man aus geistiger Sicht nicht direkt und auch nicht untergrundgemäß kämpfen.
Gerade aber die kommenden Monate geben Feuerkraft zu Initiativen, die nicht eine Rebellion gegen das Böse darstellen und dieses stürzen wollen, sondern die eigenständig und in großem Fleiß eine bessere Kulturarbeit beginnen. Ökologische Projekte erhalten diese große Schubkraft. Die Klimaängste, die die Regierung schürte, haben ihre Wirksamkeit verloren und sie werden in dem beginnenden Jahr kaum Bedeutung haben. Die Kreativität, die im Menschen erwacht, erlaubt ein sehr schönes Arbeiten und Zusammenwirken, und somit werden sich in vielen Ländern, nicht nur in europäischen, sogar auch in nordafrikanischen und in anderen Teilen der Welt, ökologische Projekte gründen, die einen Teil der Sinnfrage des Lebens beantworten und die Erde, wie es die Evangelienstelle in den Seligpreisungen sagt, zum Besitz der Sanftmütigen machen.
Mit diesen Erscheinungsbildern von ökologischen Projekten und vielen neuen kreativen Formen der Energienutzung wird ersichtlich, dass die Politik mit ihrem totalitären und manipulativen Eifer geradewegs die Phantasie von Menschen im Individuellen anregen konnte. Der Machtdruck des Äußeren führt im Jahre 2026 gerade auf dem Gebiet der Ökologie zu einer inneren tieferen Sinngebung und sogar Sinn-Auferstehung.
Es ist aber wichtig, dass sich die Menschen im kommenden Jahr nicht zu sehr im Kampf gegen Ungerechtigkeiten und totalitäre Maßnahmen aufreiben. Dieser Hinweis ist essenziell für die positive Beantwortung der Entwicklungsfrage und er geschieht aus einer geistigen Wahrnehmung.
Persönlich möchte ich an dieser Stelle bemerken, dass ich die Jahresprognose nicht durch astrologische Berechnungen und weiterhin auch nicht aufgrund medialer Übermittlungen leiste. Ich studiere die äußere und die nachtodliche Welt und schließlich die Werdeprozesse, die durch die Schöpferkräfte, durch die sogenannten deva, angelegt sind. Dieses Studium ist intensiv und aufwendig. Zu einem gewissen Grade konnten an dieser Erstellung der Jahresprognose wie im letzten Jahr auch dieses Jahr Studiengruppen in der Sonnenoase teilnehmen.


Was sagen die Verstorbenen, die mit ihrer Seele im Kosmos weiterleben,
zu Rebellionen?
Eine Seele, die sich in die Himmelssphären ausdehnt, besitzt keine körperlichen Schwerekräfte. Sie lebt vielmehr in ihrer seelischen Wirklichkeit und das Sein ist ihre inhaltliche geistige Wahrheit. Sowie eine Flasche mit mineralischem Wasser verschiedene Spurenelemente und Stoffe sowie Flüssigkeit enthält, so enthält die Seele nach dem Tode ebenfalls Mineralien und Mikrostoffe. Die Flasche als Gefäß ist nur der tragende Behälter für den Inhalt. Wenn das Wasser getrunken wird, besitzt diese keine Bedeutung mehr. Sie wird zum Recycling gebracht.

Foto freundlicherweise von Stefan Weissenrieder
Der Inhalt der Seele ist nicht aus Spurenelementen und einer spezifischen Flüssigkeit zusammengesetzt, er ist aus all dem Vermögen gewoben, wie der Mensch Gedanken zu Vorstellungen richtiger Art brachte und wie er diese schließlich zu einem Teil seines eigenen Selbst erschuf. Wie viele Ideen dachte der Einzelne und wie viele Ideale konnte er auf den Weg der Verwirklichung bis hin zu einem vernünftigen und wahrnehmbaren Ergebnis führen? Die Seele des Menschen bleibt nicht in den Theorien, sondern erfüllt sich, wenn Theorie, abstrakte Wahrheit, ideale Vorstellung zur authentischen und gelebten Wirklichkeit geworden sind. Wer deshalb im Leben sehr viele Ideale verwirklicht hat, ist reicher in der Seele. Die Verwirklichung der Gedanken und Ideale ist der Inhalt, und dies ist vergleichbar mit dem guten mineralischen Wasser in der Flasche, das tatsächlich eine Qualität besitzt.
Die Engelskräfte oder deva ziehen sich von einem Menschen zurück, der andere herabwürdigt, minderbewertet und versucht, andere aus dem öffentlichen Dialog auszuschalten. Wer sich aber gegen Anschuldigungen wehrt, diese richtigstellt und sie in einen thematischen Zusammenhang eingliedert, dem fließen die Engelskräfte zu und sein Ideenreichtum wird gefördert. Gegenüber dem, der andere beleidigt oder verfolgt, sollte sich deshalb keine Revolution als Gegenmaßnahme entwickeln. Der Misserfolg ist dem Verfolger gewiss.
Ein Beispiel kann den Unterschied zwischen Rebellion und wirklich erbauender Arbeit zeigen: Eine Person postet viele Videos und beklagt die Unseligkeiten der Zeit, spricht von wirtschaftlichen Desastern und von vielen Machenschaften des digitalen Finanzkomplexes. Andere, erbauende Inhalte finden sich nicht. Wie wird das nachtodliche Leben im Seelischen erfahrbar?
Diese Person, die hier nur beispielshaft genannt ist, gewissermaßen als hypothetische Zeitfigur, lebt sich mit jedem neuen Video in eine Art Weltenferne und einsame Welt hinein. In der nachtodlichen Erfahrung wird diese Isolierung für die Person zu einem gewissen Grad spürbar werden.
Die Seligpreisung „Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“, müsste man gerade für die starken Anklagen und Rebellionen, die im Zeitgeist heute gemacht werden, umgekehrt denken: „Einsam werden die Kritiker und Rebellen der Zeit im Jenseits sein, denn sie scheuten den Zusammenhang mit dem Aufbau der Erde und wollten nicht die Lebensglut des Daseins in tätigem kreativen Erschaffen.“
Die Betrachtung eines Verstorbenen
Die verstorbene Person, die nun beschrieben wird, war Lehrer in einer Waldorfschule und Geschäftsführer. Sie wechselte in manchen Phasen der Entwicklung zur konventionellen Schule. Sie war in den Werken Goethes sehr belesen, sowie hochkompetent im Rezitieren des Faust. Über Jahre hinweg lernte sie in der geisteswissenschaftlichen Schule und konnte dadurch ihr Arbeitspensum in der Pädagogik steigern. Während der Corona-Zeit bereitete sie sich auf einen Vortrag vor, den sie probehalber vorweg bei uns an der Hochschule abhielt. Nach einigen Korrekturen inhaltlicher Art vermochte sie, ihr Referat qualitativ wesentlich zu steigern. Es folgten sodann sogar noch mehrere Episoden der Verbesserung und Korrektur, und als sie schließlich diesen Vortrag in München abhielt, berührte sie inhaltlich die Herzen der Menschen und bekam großen Zuspruch. Das Thema war nicht gegen die Zeit und die Maßnahmen von Corona gerichtet, sondern an die inhaltliche Auseinandersetzung des Menschen und die Entfaltung eines realen Erkenntnisvermögens. Sie war nicht vordergründig ein Kritiker der Gesellschaft, sondern vielmehr wie ein lebendig auferstandener Prophet für Werte und für Wege, wie diese praktisch erlangt werden können.
Dieses Referat führte die Person auf einen Gipfelpunkt ihres Daseins. Sie spürte Verbindungen zu vielen Menschen und die Gesundheit nahm eine wahrnehmbare Steigerung. Der Aufbau, den sie in den Tagen und nachfolgenden Wochen erlebte, wurde jedoch von ihrer Arbeit bald wieder erstickt. Systeme fordern ihren Preis. Gerade in Schulsystemen gibt es sehr viele Ängste. Diese leben in konventionellen Schulen wie auch in Waldorfschulen. So wurde ihr, obwohl sie vor Licht glänzte, die Sanktion auferlegt, in der Folge keine öffentlichen Vorträge mehr zu veranstalten. Es bestand die Angst, man könne die Waldorfschule in Verruf bringen. Aus Kompromissbereitschaft schloss sich nun diese Person den Aufforderungen an. Die Gesundheit aber erlitt bereits relativ schnell einen rapiden Abbau und es ereilte sie doch recht überraschend der Tod.
Es waren verschiedene Umstände, die zu der Krankheit führten. Sucht jemand durch geistige Forschung die Seele, wie sie sich nun nach dem Tode in den Kosmos eingliedert, so kann man die Verbindungen, die entstanden sind, als relativ einstufen. Lediglich das Ereignis ihres Vortrages und ihrer außergewöhnlich mutigen Darstellung von Werten, die sie lebendig in ihrer Seele fühlte, brachte eine freie, schöne Lichtdimension des Verbundenseins mit der Welt und dem Kosmos.
Die Arbeiten, die sie in der Pädagogik leistete, fügen sich als gute Opferleistung zur Weltenschöpfung. Man könnte sich die Verbindung, die Menschen nach dem Tode erleben, etwa wie folgt vorstellen: Das einzelne Individuum steigt auf einen Berg, müht sich durch Waldzonen und erlangt schließlich erste kleine Aussichtspunkte auf einem freien Wiesenfeld. Der abschirmende Wald ist bereits zurückgewichen und behindert die Sinneswahrnehmungen nicht mehr. Aber es ist ein begrenzter Punkt, der mit der Wiesenzone erreicht wird. Noch können die Täler und Gipfelzonen in freier Weite nicht in die Wahrnehmung kommen. Jenes Ereignis des Vortrages in München aber brachte für die Seele einen glorreichen Gipfelaufstieg, der zur vollen freien Aussicht und zu einer phantastischen Verbindung mit den Natur- und Landschaftsphänomenen führte. Der uneingeschränkte Blick führte zur freien Wahrnehmung des eigenen Menschseins und jenes der anderen und steigerte das Wertempfinden für die Zukunft. Aber der Abstiegsweg begann unweigerlich nach dem Gesetz des Daseins und es konnte schicksalsmäßig kein neuer weiterer Gipfel errungen werden.
Diese Erzählung, die eine Seele nach dem Tode betrifft, zeigt, wie notwendig Aktivitäten sind, die nicht revolutionär angesetzt sind, sondern die sich grenzüberschreitend, konstruktiv, sozialfreudig und mit spiritueller Weisheit an die Menschheit richten. Das kommende Jahr benötigt für viele Menschen diese grenzüberschreitende und mutige Tätigkeit, die aber eben nicht gegen die Zeit, sondern für den Aufbau der sozialen und spirituellen Möglichkeiten ausgerichtet ist.
Aus diesem Grunde sollte man jenen Lernschritt für das kommende Jahr beachten, der besagt, dass man niemals anderen die Schuld für sein Scheitern geben sollte, niemals das Böse anklagen oder gar bekämpfen, sondern sich selbst mit den besten Realisierungsmöglichkeiten auf den Weg der Lebensgestaltung begibt. Grenzüberschreitende Erlebnisse sollten aus guten Vorstellungen zugemutet werden.

Zeichnung von Melissa Winter

Gemälde von Petra Himmel

Foto von Lutz Franken, Vallaccia
Umgang mit negativen Kräften und Personen
Kritisch ist die Bewertung, welche Personen wirklich negativ gestimmt sind, und des Weiteren zu beurteilen, ob es sich um tatsächlich schädigende Ausstrahlungen handelt oder um erbauende. Die einzige Antwort hierzu kann ein solider Geistschulungsgweg geben, der die Verhältnisse bis in die Wesensnatur und innere Bedeutung erfasst.
In den vergangenen Jahren kam in der Geistschule immer wieder die Frage auf, wie auf sehr negativ wirkende Personen oder negative Kräftepotentiale das Verhalten abgestimmt werden kann. Für das Jahr 2026 wird hierzu eine notwendigste Disziplin erfolgen müssen, denn es wird, wie vielleicht auch schon in den bisherigen Phasen der Entwicklung, die Wortformel „Man muss das Negative in Ruhe lassen“ in Gleichgültigkeit umschlagen. Das Negative kann man nicht in Ruhe lassen, denn ab jenem Moment, in dem man es unbeachtet lässt, wird es sich in den gegenwärtigen Jahren neu und größer auftürmen. Jemand beleidigt und der Betroffene beachtet es nicht. Er schenkt ihm kein Augenmerk. Die Beleidigungen erscheinen plötzlich mächtiger, denn sie wollen Aufmerksamkeit. Wieder schenkt der Betroffene dem Vorkommnis keine Bedeutung. Schließlich entartet der Aktionismus des Täters in eine gewaltsame Handlung. Das Negative will mit größter Intensität die Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Es ist das Negative wie ein überlaufender Staudamm, der unweigerlich seinen Preis fordert.
Der Geistschüler darf gegen satanische und machtvolle Beleidigungen, Bosheiten und Angriffe nicht kämpfen, aber ihnen im gleichen Zug nicht gleichgültig gegenüberstehen. Er beobachtet auf sehr klaren und konkreten Wegen die emotionalen Entartungen und sogar die vernichtenden Absichten, analysiert sie, erkennt sie in ihrem lügenhaften Charakter, erfasst das Wesen der Verzweiflung, und da er es so gut beobachtet, nimmt er die Schärfe hinweg.
Im Jahr 2026 werden die Angriffe auf die Geistschule immer und immer wieder erfolgen und sie werden außerordentlich stark projektiven Charakter haben. Der Urgrund dieser Angriffe liegt in narzisstischen Verletztheiten. Ein kirchliches, altes, unerlöstes Potenzial liegt im Wesen dieser Angriffe. Tatsächlich neigen sich Köpfe astraler Art, die schärfste inquisitorische Neigungen haben, zur Geistschule von oben herab und quälen mit Beleidigungen die Menschen, die guter Bemühung sind; aber sie werden nun beobachtet, und weil sie beobachtet werden, entwickeln diejenigen, die sich wirklich um Wahrheit bemühen, größere Ideale. Sie entwickeln gerade durch diese Fähigkeit, bewusst zu reagieren im Nicht-Reagieren, bewusst zu verarbeiten im freien Distanziertsein, eine größere Selbstkraft und Liebe zum Inhaltlichen. Diese Disziplin des soliden Beobachtens und bewussten Erkennens des Negativen, ohne die Tat in die Gegenwehr zu richten, wirkt reinigend und selbsterhebend.
Ein gesundes Wort aber, wenn jemand einen anderen beleidigt, beispielsweise als Sekte beschimpft, nur weil er selbst sein Leben nicht organisieren kann, darf und muss sogar gelegentlich im Gespräch erfolgen.

Zeichnung: Suraya

Zeichnung:Christina Klus

Zeichnung: Yva Ev

Blauer Enzian, Zeichnung: Yva Ev