Jahresausblick – Teil 8
Eine Charakteristik für das Jahr 2026

Die allgemeingültige Meinung, dass in allen Menschen sowohl gute als auch schlechte Taten vereint sind, wird sich im kommenden Jahr bis zu einem gewissen Grade nivellieren. Die Menschheit steht an einer Schwelle, aus der zwei große Heere hervorgehen, vergleichbar mit jenen, von denen die Bhagavad Gita erzählt, den Kauravas und den Pandavas. Allgemein signalisieren diese beiden Heere das Böse mit den Kauravas und das Gute, mit den Weißen, den Pandavas.

Zeichnungen des guten und schlechten Baumes
von Anne-Michèle Hambye

Sehr deutlich zeigen sich in besonderem Maße der Baum des Guten und der Baum des Bösen in der Darstellung der Evangeliumsgeschichte.

Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch (kann) ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (Mt 7,15-20)1) Aus der Elberfelder Bibel 2) Nach dem Neutestamentler Prof. Ulrich Luz treten die „falschen Propheten“ (Wölfe im Schafspelz, Vers 15) innerhalb der christlichen Gemeinde auf. Es handelt sich um Personen, die zwar christlich reden, deren Handeln aber zerstörerisch wirkt. Zu den Früchten (Verse 16-20) führt Luz aus, dass sich die Identität eines Lehrers nicht in seinen Worten oder charismatischen Gaben, sondern in seinem konkreten Tun äußert. Früchte sind die Taten der Gerechtigkeit, die dem Willen Gottes entsprechen. Vgl. Luz Ulrich: Das Evangelium nach Matthäus. Düsseldorf: Patmos Verlag, 2008

Das Herantreten der Menschheit an eine Schwelle lässt sowohl das Böse als auch das konstruktiv Gute mehr hervortreten als bisher. Diese Erscheinung ist durchaus unabhängig von nominativen spirituellen Bewegungen, denn ganz besonders wenn eine Spiritualität wesentlich verfehlt ist, kann sie sehr unangenehme, zerstörende Züge hervorbringen. Nivellierungen, es hätte alles seine guten und auch alles seine negativen Seiten, treten in diesem Jahr zurück und sowohl das Konstruktive als auch das Destruktive wird mehr und mehr anschaubar.

Solange Menschen noch nicht nahe an die Schwelle des Geistes herantreten, bleiben die Charaktereigenschaften mit Gut und Böse in der Seele vermischt. Sie erscheinen in ihrer verbindenden oder entzweienden Kraft nicht offensichtlich. Indem aber viele Menschen an die Schwelle ihres Daseins treten und selbstständig vor die Entscheidung gelangen, wie sie ihr Leben führen, und dies unabhängig von Einflüssen der Kirche, Obrigkeiten und spirituellen Konzepten, sind sie den negativen Widersacherkräften mehr ausgeliefert als früher. Diese Charakterisierung und Unterscheidung zwischen Gut und Böse nimmt deshalb im Jahre 2026 eine erstaunliche Schärfe an.3) Sie auch den Artikel Jahresausblick – Teil 1 – Allgemeiner Blick auf das Jahr 2026

Künstlerische Darstellung von Ahriman
Zeichnung von Christina Klus

Die Evangelienstelle, die in der Summe besagt: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mt, 7,20), heißt nichts anderes, als dass der innere Wille, der im Menschen lebt, sich an den Mitmenschen und in den umliegenden hinaustragenden Erscheinungsformen offenbart.

Wenn jemand in seiner inneren Motivation Gewalt trägt, so wird diese sich im Umfeld dort, wo sich die Person aufhält, zeigen. Zwei Pferde rennen gewaltsam derartig aneinander, sodass eines dieser beiden stirbt. Im Hintergrund befindet sich eine Person, die diese Gewalt in tiefstem Willen trägt, und somit gibt es in ihrerUmgebung immer Bilder, die diese Gewalt offenbaren. Wenn jemand eine Einrichtung besucht und diese daraufhin unmittelbar günstige Entwicklungsschritte hervorbringt, kann und darf man sich fragen, ob nicht das Innere der lauteren Motive sich wiederum im Äußeren an Früchten verkündet.

Im Jahr 2025 wurden von Personen der Geistschule Reisen nach Malta, nach Belgien, in die Slowakei, nach Ungarn, nach Marokko, in die Schweiz, nach Sizilien getätigt. Alle diese Länder erhielten einen Aufbau und eigenartigerweise schloss sich gerade eine große Zahl dieser Länder den EU-Vorgaben mit ihren eigenartigen Maßnahmen, eingefrorene Gelder von Russland zu nehmen, nicht an.4) Siehe z.B. den Artikel „EU leiht Ukraine 90 Milliarden – Plan mit russischen Vermögen gescheitert“ auf Telepolis. Hier heißt es: „Belgien, Italien und Malta äußerten rechtliche Bedenken. Ungarn und die Slowakei lehnten jede Form der Ukraine-Finanzierung ab.“

Die oben genannte charakteristische Stelle der Bergpredigt wird sich in deutlichem Maße im kommenden Jahr offenbaren.

Eine weitere Evangeliumsstelle gewinnt für das Jahr 2026, besonders für den, der in einer geistigen Schulung steht, eine ganz besondere Vorzüglichkeit: „Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, (…)“ (Mt. 6,24)

Der, der in der Geistschule aktiv steht, kann es den verschiedenen weltlichen Umständen nicht mehr recht machen. Er muss sich selbst verlieren, wenn er seine Bindungen bedient und den Gefühlen der Sicherheit, die ihm die Welt scheinbar bietet, nacheifert. Die Schwelle, an die Geistschüler herantreten, besitzt ihre eigene unausweichliche Konsequenz, und deshalb ist der, der einige Jahre Schulung bezogen hat, zu eindeutigen, klaren und mutigen Handlungen aufgefordert. Die Bindungen muss er vollständig eliminieren, und wenn er dies nicht tut, ist es, als würde er eine Dachlücke in seinem Hausdach gewähren. Der Regen wird in sein Wohngemach eindringen und ihm keine Freude bereiten.

Für den Geistschüler aber sind die selbstgeschaffenen Wahrheitsgefühle die größten Feinde. Sie werden sich mächtig auftürmen, ihm scheinbar ein rechtes Wirklichkeitswahrnehmen spiegeln und ihn doch haltlos in die Irre führen. Viele werden es vorziehen, auf ihren Lehrer zu projizieren, denn es ist leichter, einen Schuldigen zu benennen, als sich selbst und seine eigenen Gefühlsillusionen infrage zu stellen. „Dienen“ wird nicht der richtige und geeignete Ausdruck sein bezüglich der Sonnenoase und der Geistschulung. Handlungsinitiativen mit wohlüberlegtem, rechtschaffenem Charakter müssen durch jeden einzelnen Geistschüler im Jahre 2026 erfolgen und diese müssen in Übereinstimmung mit den spirituellen Gesetzen sein. Man wird meine Person kritisieren, aber man wird nicht erlauben, dass ich als Lehrer Kritik an anderen übe.

Von der gelebten, bescheiden gewählten und doch weisheitsvoll durchdrungenen Geistschule aus aber muss man auf Rudolf Steiner und Anthroposophie zugehen, sowie auf die verschiedensten spirituellen Inhalte und Schriften. Wohlüberlegte und gute Meditation kann den Menschen ständig über Wasser tragen und Rudolf Steiner und die spirituellen Wahrheiten, die bereits in der Weltschöpfung sind, wiederbeleben.

Auf der einen Seite werden Menschen mit Schildern auftreten, auf denen ein spiritueller Name steht, und andere, wie es in der Kirchengeschichte bereits der Fall war, mit dem Besseren belehren. Diese Erscheinung wird Gewalt auf indirekte Weise bis hinein in die Politik erzeugen. Die Aggressionen, die in diesen Gesten stehen, müssen sich weit in äußerer Szenerie zeigen.

Auf der anderen Seite offenbart sich die Liebe zum Geistigen. Wenn man wirklich eine Liebe zu Rudolf Steiner und zu Evangelien-Schriften in seiner Seele trägt, wird man diese nicht als Aushängeschild nützen. Gedanken werden gebildet, der Geist wird belebt. Aus der gelebten Geistdisziplin und Meditation gewinnen einige Personen im Jahr 2026 wieder einen Zugang zu den Weisheiten der Schriften. Kraft und nicht nur äußere Worte können durch diese Menschen in die Weltschöpfung hineingehen.

Elegante Lichtaktivität der Gerstenähre. Während der Tage über Neujahr wurde spezifisch dieses Getreide meditativ betrachtet und in der Küche unterschiedlich künstlerisch ausgearbeitet.
Foto freundlicherweise von Stefan Weissenrieder
Wandzeichnung im sogenannten
Wärmehaus in Lundo
Dieses Zeichen kann schematisch zu einem gewissen Grad das fünfte Zentrum, das vishuddha-cakra darlegen.

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Aus der Elberfelder Bibel
2 Nach dem Neutestamentler Prof. Ulrich Luz treten die „falschen Propheten“ (Wölfe im Schafspelz, Vers 15) innerhalb der christlichen Gemeinde auf. Es handelt sich um Personen, die zwar christlich reden, deren Handeln aber zerstörerisch wirkt. Zu den Früchten (Verse 16-20) führt Luz aus, dass sich die Identität eines Lehrers nicht in seinen Worten oder charismatischen Gaben, sondern in seinem konkreten Tun äußert. Früchte sind die Taten der Gerechtigkeit, die dem Willen Gottes entsprechen. Vgl. Luz Ulrich: Das Evangelium nach Matthäus. Düsseldorf: Patmos Verlag, 2008
3 Sie auch den Artikel Jahresausblick – Teil 1 – Allgemeiner Blick auf das Jahr 2026
4 Siehe z.B. den Artikel „EU leiht Ukraine 90 Milliarden – Plan mit russischen Vermögen gescheitert“ auf Telepolis. Hier heißt es: „Belgien, Italien und Malta äußerten rechtliche Bedenken. Ungarn und die Slowakei lehnten jede Form der Ukraine-Finanzierung ab.“

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